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Lasotta MdL kritisiert Verkürzung des Zivildienstes
Forderung nach verpflichten-dem Gesellschaftsjahr
Freiwilliges Soziales Jahr in Baden-Württemberg ausgebaut 


Als „schädlich für die gesamte Gesellschaft“ hat der 
CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Bernhard Lasotta die weitere Verkürzung des Zivildienstes auf neun Monate kritisiert. Mit dem weiteren Rüchgang der Wehrdienstleistenden und der Verkürzung des Zivildienstes drohe dem zivilen Ersatzdienst das „Aus“. Von „Wehrgerechtigkeit“ könne schon lange nicht mehr gesprochen werden, wenn nicht einmal mehr die Hälfte der männlichen Schulabgänger zu einem Wehr- oder Ersatzdienst eingezogen würde. In den vergangenen fünf Jahren sei die Zahl der Zivildienstleistenden im Land um über 25 % auf knapp 14.000 zurückgegangen. „Die Verkürzung auf neun Monate ist vor allem für kleinere Träger nur mit unverhältnismäßig hohem organisatorischen Aufwand zu bewältigen“, befürchtet Lasotta den Ausstieg von Trägern aus 
dem Zivildienst. Insbesondere unter dem Druck der Reformen und 
Veränderungen sei es wichtig, den sozialen Trägern nicht auch noch im Bereich der Zivildienstleisten immer höhere Belastungen aufzubürden. 
Krankenhäuser, das DRK, Pflegeeinrichtungen und andere soziale 
Einrichtungen könnten ohne den Zivildienst dem wachsenden Kostendruck nicht gerecht werden. Lasotta erneuerte seine Forderung nach einem verpflichtenden Gesellschaftsjahr für junge Männer und Frauen: „Wenn unsere Jugend in Frieden und relativem Wohlstand aufwächst, muss in erster Linie gefragt werden, wie die Gesellschaft unterstützt werden kann“, erklärte Lasotta. Dies sei vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in der Gesellschaft um so bedeutender. Als gelungenes Beispiel sozialen Engagements nannte Lasotta die positive Entwicklung beim Freiwilligen Sozialen und Ökologischen Jahr (FSJ und FÖJ) in Baden-Württemberg. „Mit rund 3.500 haben sich noch nie so viele jungen Menschen in einem FSJ in Baden-Württemberg freiwillig engagiert“ 
erklärte Lasotta. Deshalb sei der Landeshaushalt auch um weitere 
600.000 Euro aufgestockt worden, um diese Dienste zu finanzieren.